Intentsiv-Pflege

Einleitung

Das Team des Pflegedienstes Hauspurg GbR hat ein Pflegeleitbild definiert, welches das grundlegende Verständnis von Pflege, das gültige Pflegemodell und die zentralen Aufgaben und Anforderungen für die Einrichtung enthalten.

Der Pflegedienst Hauspurg GbR versteht sich als ein privates Dienstleistungsunternehmen für das Gebiet der ambulanten pflegerischen Versorgung und Betreuung kranker, alter und behinderter Menschen.

Motivation für die Gründung des Dienstes war, durch ein ganzheitliches Verständnis von Pflege, den Menschen in das Zentrum des pflegerischen Handelns zu stellen. Der Pflegedienst Hauspurg GbR expandierte im Verlauf hinsichtlich der zu betreuenden Patienten und der dafür benötigten Mitarbeiter.

Pflegedienst

Der Pflegedienst Hauspurg GbR befindet sich in zentraler Lage, welcher verkehrstechnisch und für Fußgänger gut zu erreichen ist, in der Rudolstädter Strasse 21 a, 99444 Blankenhain. Im Außenbereich des Objektes des Pflegedienstes stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, welche für unsere Klienten und deren Angehörige sowie von Besuchern des Pflegedienstes genutzt werden können.
Alle Ärzte, Therapeuten, Apotheken sowie das Sanitätshaus und die Klinik befinden sich in unmittelbarer Umgebung.

Krankheitsbilder

Die Zielgruppe für häusliche Intensivpflege umfasst Menschen mit folgenden Krankheitsbildern:

  • schwere und schwerste  respiratorische Erkrankungen und Einschränkungen
  • schwere Lungenerkrankungen (z.B. COPD) mit nichtinvasiver und/ oder invasiver Beatmung
  • tracheotomierte Patienten
  • Patienten mit neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen (z. B. ALS)
  • hoher Querschnittlähmung / Tetraplegie
  • Wachkoma
  • ausgeprägte ulzerierende / exulzerierende Wunden oder Tumore

Zur Intensivpflege zählt neben der Anwendung medizintechnischer Apparate die emotionale Begleitung und psychosoziale Betreuung, individuelle Pflegemaßnahmen sowie angemessene Therapien, wie z.B. bei Schmerzen, darüber hinaus Ernährung, Verträglichkeit von Medikamenten, Minderung von Übelkeit und Erbrechen, Supervision, und vieles mehr.

Leistungen

Im Einzelnen stellt sich unser Leistungsgeschehen wir folgt dar:

  • Führung eines individuellen Behandlungsplans, vorbeugendes Krisenmanagement, Bedarfsinterventionen – Ruf-, Notfall- und Kriseninterventionsbereitschaft rund um die Uhr zur Sicherstellung der erforderlichen Maßnahmen
  • Beratung, Anleitung und Begleitung der Patienten, ihrer Angehörigen und anderen Bezugspersonen zur Versorgung einschließlich Unterstützung beim Umgang mit Sterben und Tod
  • psychosoziale Unterstützung im Umgang mit schweren Erkrankungen in enger Zusammenarbeit z. B. mit Seelsorge, Sozialarbeit und Weitern
  • Organisation regelmäßiger Fallbesprechungen
  • Dokumentieren und Evaluieren der wesentlichen Maßnahmen
  • Beatmungsbetreuung:
    • Kompetente Tracheostomaversorgung mit Trachealkanülenwechsel
    • Inhalations- und Atemtherapie
    • Sekretmobilisation durch Lagerung und Massagen
    • endotracheales Absaugen
    • Überwachung der Vitalfunktionen
    • Ggf. Pulsoxymetrie
  • alle Maßnahmen der Behandlungspflege, einschließlich der Versorgung über Port, Sonden und Medikamentenpumpen, sowie einer angemessenen Ernährung
  • Eine allgemeine Funktionsprüfung der notwendigen Geräte (Beatmung, Absaugung, Atemgasversorgung und Ernährung)

Überleitung

Dem Übergang von der Klinik in die außerklinische Intensivpflege  kommt im Versorgungskreislauf eine herausragende Bedeutung zu. Nur hierdurch kann sichergestellt werden, dass es keine Reibungs- und Informationsverluste gibt. Daher bedarf die Überleitung eines Patienten einer vielfältigen Vorbereitung.

Sowohl die medizinische, therapeutische und pflegerische Betreuung als auch die individuelle Situation des Patienten zu Hause müssen organisiert werden. Auch die Klärung mit den Kostenträgern gehört dazu.

Gemeinsam mit den Betroffenen, den behandelnden Ärzten und anderen Partnern gehört das Überleitungsmanagement nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege zu unseren Aufgaben.

Versorgung

Zur Sicherstellung der Leistungserbringung im Rahmen der Intensivpflege arbeiten wir gemeinsam mit dem Vertragsarzt, den Fachärzten, dem Krankenhaus, sowie anderen an der Versorgung Beteiligten und den Krankenkassen eng zusammen.

Die Koordination der intensivmedizinischen und intensivpflegerischen Versorgung unter Einbeziehung weiterer Berufsgruppen und Beteiligten im Rahmen einer multiprofessionellen Zusammenarbeit wird von uns übernommen, immer in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und durch Fallbesprechungen aktualisiert.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter für die außerklinische Intensivpflege sind examinierte Pflegefachkräfte und Pflegekräfte mit Erfahrung und ausführlicher Einarbeitung und Fortbildungen in diesem Bereich (siehe Stellenbeschreibung). Die Mitarbeiter verfügen in ausreichender Anzahl über Zusatzqualifikationen in Heimbeatmung und/ oder Palliativ Care und darüber hinaus die Erlaubnis zur Versorgung von Portzugängen.Wir arbeiten in der häuslichen Intensivpflege nach dem Bezugspflegesystem. Das Pflegeteam wird von einer Teamleitung angeführt. Die Gesamtverantwortung für die Steuerung der Pflegeprozesse liegt in den Händen einer eigenen Pflegedienstleitung für häusliche Intensivpflege.

Ein internes und externes Schulungsprogramm gewährleistet, dass unsere Mitarbeiter ständig professionalisiert und qualifiziert werden.
Dabei schulen wir nicht nur technische und pflegerische Fertigkeiten sondern auch den Umgang mit Konflikten mit psychischen Hintergründen. Hier eine kleine Auswahl der behandelten Themen:

  • Heimbeatmungsgeräteschulung
  • Pharmakologie
  • Kommunikation und Konfliktmanagement
  • Reanimation und Verhalten im Todesfall
  • enterale Ernährung über PEG und parenterale Ernährung über Port
  • Schmerzmanagement
  • Kinästhetik, Basale Stimulation, Bobath- Konzept
  • Palliativ Care

Qualitätsmanagement

Wir verfügen über ein eingeführtes Qualitätsmanagementsystem (QMS). Das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement umfasst alle Managementprozesse (Verantwortung der Leitung, Ressourcenmanagement, Leistungserstellung, Analyse/Verbesserung), die Qualität entwickeln, festlegen und sichern. Es bezieht sich auf alle Handlungen und Leistungen, die einer zielorientierten, fachgerechten und effektiven Leistungserbringung dienen. Dabei sind die Besonderheiten einer Intensivpflege, wie Schnittstellenbeschreibungen und Abläufe innerhalb der Kooperation zu berücksichtigen. Verfahrensanweisungen und Abläufe zur Betreuung und Anleitung von Angehörigen und anderen Bezugspersonen sind ebenso Bestandteile des QMS.

Diese besonderen Verfahren werden gesondert über Anweisungen geregelt, hierzu zählen insbesondere:

  • Krankenhausentlassungen
  • Koordination der Versorgung
  • behandelnde Ärzte
  • Fachärzte hinsichtlich des Symptombezugs
  • Einbindung von Lieferanten ( z.B. Apotheken, Sanitätshäuser)
  • Einbindung von Laienkräften (z. B. Bezugspersonen)
  • psychosozial Betreuung durch Therapeuten
    und/oder ehrenamtlicher Dienste

Unsere Intensiv-Pflege Standorte: